TOP Ö 3: Feststellung der Tagesordnung

Unter TOP 12 – Mitteilungen des Landrates – kündigte Herr Funke die Beantwortung zweier kurzfristig nachgereichter Anfragen der BfB-Fraktion an. Die Tagesordnung wurde inklusive Ergänzung vom 18. Juni um TOP 9.4.7 festgestellt.



Sodann wurde der Abordnung des Bündnisses für Bildung und Qualität in Kitas Gelegenheit zur Überreichung einer Resolution gegeben. Frau Maren Strey, Ev. Kindergarten Zetel, ergriff stellvertretend für die ErzieherInnen aus dem Landkreis Friesland und der Stadt Wilhelmshaven das Wort.


Dem Bündnis gehörten ca. 300 ErzieherInnen an. Zielsetzung sei die Schaffung besserer Rahmenbedingungen, somit mehr Bildung und Qualität, in Kitas. Zurzeit seien viele öffentliche Kampagnen und Aktionen der Kindertagesstätten zu verzeichnen. Man wolle die Kinder im Kindergarten optimal fördern und stärken, um ihnen ein stabiles Fundament für den Lebensweg zu verschaffen.


Grundlage der pädagogischen Arbeit in Niedersachsen sei der sog. Orientierungsplan. Frau Strey zitierte Passagen zu den Zielsetzungen des Plans. Es stelle sich aber die Frage, ob man den gesetzten Ansprüchen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen noch gerecht werden könne. Bei einer Gruppenstärke von 25 Kindern und je zwei pädagogischen Fachkräften sei es schwierig, jedem Kind gerecht zu werden. Wo bleibe die Zeit, um Eltern zu begleiten und um eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen zu pflegen?!


Im Interesse der Kinder und Eltern sei es nach Auffassung des Bündnisses dringend geboten, die jetzigen Rahmenbedingungen zu verbessern. Der Geburtenrückgang sollte genutzt werden, um die Gruppengrößen zu verringern anstatt Gruppen zu schließen. ErzieherInnen müssten über mehr Zeit verfügen, um Eltern zu begleiten und an Netzwerken mit zu arbeiten. Man vertraue daher auf Kreistag und Verwaltung des Landkreises Friesland, sich für die Belange der Eltern und Kinder einzusetzen.


Frau Strey überreichte sodann die von über 300 ErzieherInnen unterschriebene Resolution.


Kreistagsvorsitzender Funke bedankte sich; man werde die Resolution weiter reichen. Sie werde Gegenstand der Diskussion zwischen dem Landkreis und den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sein.


Landrat Ambrosy erläuterte die geplante weitere Vorgehensweise. Zunächst sollte es zeitnah ein Gespräch der Fachverwaltung und Abteilungsleiter Wehnemann mit einer Abordnung des Bündnisses geben. Im Rahmen der letzten Zusammenkunft der Bürgermeister seien die bereits länger vorliegenden Forderungen der ErzieherInnen erörtert worden. Dabei habe man vereinbart, mit den Städten und Gemeinden, der Jugendhilfe und den ErzieherInnen gemeinsam Standards zu definieren, um in allen Einrichtungen im Kreisgebiet einheitliche Verhältnisse zu schaffen. Man strebe eine enge Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Familie an.


Im Übrigen gebe es den Beschluss, eine Bildungsregion Friesland zu erarbeiten. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Gestaltung des Übergangs zwischen Kindergarten und Grundschule.


Danach könne man mit den erarbeiteten Bausteinen in die Beratung des Fachausschusses gehen. Die Abordnung der ErzieherInnen signalisierte Einverständnis zu dieser Vorgehensweise der Verwaltung.



Schulleiterin Levin hieß den Kreistag namens des Mariengymnasiums willkommen. Kurz nach der Inbetriebnahme der Mensa habe das Gremium bereits einmal hier getagt. Damals habe man dem Landkreis für die Schaffung der neuen Räumlichkeit und den Neubau des Klassengebäudes gedankt. Der Schule habe aus dieser Erweiterung großen Nutzen gezogen. Die Jugendlichen fühlten sich in den neuen Räumen offensichtlich wohl. Mensa und Klassenräume würden intensiv genutzt; trotzdem gebe es gebe keine Beschädigungen wie Schrammen oder Ritzen an Möbeln oder Fußboden. Dies ermutige, Räume auch weiterhin um- und neu zu gestalten.


Frau Levin bedankte sich abschließend für die gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger.



In seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister überbrachte Kreistagsabgeordneter Husemann sodann Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Jever. Die Kooperation zwischen dem Landkreis und der Stadt funktioniere gut, wie sich an zahlreichen Projekten festmachen lasse. Einige werde man in nächster Zeit noch auf den Weg bringen müssen. Er wünschte der Sitzung einen guten Verlauf.