TOP Ö 6.3.3: Vorstellung des Pro-Aktiv-Centers Friesland

Frau Wilhelms und Herr Böhm stellen den Ausschussmitgliedern den Aufgabenbereich des Pro-Aktiv-Centers Friesland anhand einer PowerPoint-Präsentation vor. Die Präsentation und das Konzept des Pro-Aktiv-Centers Friesland liegen dem Protokoll als Anlagen an.


Frau Wilhelms ist für den Nordkreis zuständig, Herr Böhm für den Südkreis. Sofern ein junger Mensch auf Grund besonderer Problemlagen speziell einen männlichen oder einen weiblichen Ansprechpartner benötigt, wird von der vorgenannten „Gebietsaufteilung“ abgewichen.


Auf Nachfrage von Herrn Vehoff erklärt Frau Vogelbusch, dass das Pro-Aktiv-Center Friesland ein weiteres Angebot neben z.B. der „Superklasse“ oder der Jugendwerkstatt ist, um u.a. Schulverweigerung und Jugendarbeitslosigkeit zu begegnen.


Herr Ambrosy ergänzt, Abfragen im letzten Jahr hätten eine Schulabbrecherquote von unter 1 % im Landkreis Friesland ergeben, aus vorherigen Jahren seien jedoch Quoten von 13 % bis 18 % bekannt.


Man dürfe angesichts der deutlich verbesserten Situation nicht vergessen, dass aus den Spitzenzeiten weiterhin junge Menschen auf Hilfesysteme angewiesen seien und über das Pro-Aktiv-Center Friesland betreut werden.


Herr Hellmuth berichtet den Ausschussmitgliedern von der Arbeit der Amtsgerichte im Zusammenhang mit Schulverweigerung. Da hinter einer Schulverweigerung auch ein unerkannter therapeutischer oder erzieherischer Hilfebedarf stecken kann, ist das Pro-Aktiv-Center Friesland aus seiner Sicht ein sinnvolles Angebot.


Herr Vogt gibt im Zusammenhang mit der Superklasse zu bedenken, dass die Kooperation und Koordination zwischen Kommunen und Land verbessert werden müsste. Er spricht sich für ein sehr engmaschiges Netz aus, um Schulabbrüche zu verhindern.


Herr Weber und Herr Nack begrüßen die Arbeit des Pro-Aktiv-Centers Friesland und die Schwerpunktausrichtung auf den Bereich der Schulverweigerer. Herr Nack verdeutlicht noch einmal, dass der Bereich der Schulabbrecher bei einer Altersspanne der Kunden von 14 bis unter 27 Jahren nur einen Teilbereich der Arbeit des Pro-Aktiv-Centers darstellt.