TOP Ö 6.3.4: Ferienfreizeit im Rahmen der Frühen Hilfen "FrieKi unterwegs"

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Das Gremium nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.


FrieKi unterwegs“ richtet sich an alle Kinder, speziell jedoch an Familien mit einem besonderen Unterstützungsbedarf. Kinder mit schwierigen familiären Hintergründen sollen durch die Ferienfreizeit die Möglichkeit erhalten, sich in diesem Rahmen von ihrem Lebensalltag zu erholen, neue positive Erfahrungen machen und ein positives Lebensgefühl mit nach Hause nehmen.


Es soll verhindert werden, dass Kinder in den Ferien auf sich alleine gestellt sind. Kindern soll eine sinnvolle und erlebnisreiche Freizeit geboten werden, die sie ganzheitlich fördert und sozial integriert.


Damit kann ein Beitrag zur Familienentlastung geboten werden, da Ferien häufig ein erhöhtes Konfliktpotential durch den gesteigerten Bedarf der Kinder an Beschäftigungsangeboten darstellen. „FrieKi unterwegs“ möchte Impulse für ein stimmiges Zusammenleben in der Familie geben.


Dieses Jahr stand bei „FrieKi unterwegs“ spielerisches Lernen rund um das Thema Sprache, das Kennenlernen neuer Lebenswelten und die Vermittlung neuer Eindrücke zur Erweiterung des persönlichen Horizonts im Vordergrund. „Abenteuer statt Luxus, Kreativität und Eigeninitiative statt Konsum, neue Erfahrungen statt Langeweile”.


Pädagogische Zielsetzung ist es, den Kindern ein Stück Eigenverantwortung zu übertragen, und ihnen gesellschaftliche Mitverantwortung und soziales Engagement zu vermitteln. Die Kinder entwickeln Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, probieren neue Rollen aus und werden in ihren sozialen Kompetenzen und handwerklichen Fähigkeiten gefördert. Darüber hinaus hat die Ferienfreizeit eine kompensatorische Funktion: Erholung zur Reproduktion der Lebens- und Lernfähigkeit.

Das Familien- und Kinderservicebüro unterstützt Familien fachlich durch präventive, ganzheitliche Elternarbeit. Die Voraussetzung dafür ist eine intensive Beziehungspflege. „FrieKi unterwegs“ bietet hier den ersten positiven Impuls für eine konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Eltern und den Fachkräften des Familien- und Kinderservicebüros zum Wohle des Kindes.


Resümee:


Die Ferienfreizeit wurde von Kindern und Familien sehr gut angenommen, es gab bereits mehrere Anfragen für das nächste Jahr.

Während der Ferienfreizeit haben die Eltern die Gelegenheit zur Vernetzung untereinander genutzt (Bildung von Fahrgemeinschaften, Spielverabredungen der Kinder).


Weiterhin ist auch eine Vernetzung zum Familien- und Kinderservicebüro entstanden. Familien haben Anfragen bezüglich Kinderbetreuung und Unterstützung an die Mitarbeiterinnen gerichtet.



Frau Papen stellt den Anwesenden ergänzend zu der Vorlage eine PowerPoint-Präsentation mit Fotografien, aufgenommen während der Ferienfreizeit 2013, vor. Die PowerPoint-Präsentation liegt dem Protokoll als Anlage an.


Die Nachfrage nach der Ferienfreizeit „FrieKi unterwegs“ ist laut Frau Papen in diesem Jahr größer als das Angebot gewesen. Dies ist unter anderem auch dadurch bedingt, dass im Jahr 2013 nicht auf einen bewährten Standort im Wangerland zurückgegriffen werden konnte. Im Jahr 2014 sei wieder die Durchführung an zwei Standorten, jeweils im Nord- und Südkreis geplant. Eine Begrenzung auf 20 Kinder im Grundschulalter pro Standort ist aus fachlicher Sicht jedoch geboten.


Bei der Ferienfreizeit „Frieki unterwegs“ handelt es sich um einen Teilbereich eines ganzheitlichen Angebotes der Frühen Hilfen im Landkreis Friesland. Aus diesem Grund kann eine mögliche Kollision des Angebotes mit den Ferienpassaktionen der Städte und Gemeinden bzw. den Angeboten anderer Träger verneint werden. Durch „FrieKi unterwegs“ wird keine klassische Betreuung von Kindern in Ferienzeiten sichergestellt.


Herr Nack erklärt, dass auch an den Ferienfreizeiten anderer Träger Kinder und Jugendliche mit persönlichen oder familiären Unterstützungsbedarfen teilnehmen. Daher sei eine bessere Vernetzung der Anbieter auf Kreisebene notwendig, um z.B. die Platzvergabe zu optimieren. Frau Vogelbusch sagt zu, im Jahr 2014 ein gemeinsames Koordinierungsgespräch anzubieten.