TOP Ö 4.3.1: Bericht Koordinierung Kinderschutz 01.07.13 - 31.05.14

Das Gremium nimmt von dem Bericht zur Umsetzung der Koordinierungsstelle Kenntnis.


Zur Verbesserung des Kinderschutzes und zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Beratung für Fachleute, die beruflich im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen (§ 4 des Bundeskinderschutzgesetzes), konnte die Koordinierungsstelle Kinderschutz zum 01.07.2013 mit 15 Stunden eingerichtet werden.


Um Synergieeffekte nutzen und Schnittstellen effizienter gestalten zu können, wurden die Stellenanteile an die Stelle der interne Beratungskraft für Kindeswohlgefährdung / § 8a angegliedert und dem Hauptsachgebiet 3 „ASD – Bezirk / ASD Außerfamiliäre Hilfen“ zugeordnet.

Somit könnten interne Verfahrensabläufe in Kinderschutzfällen des Jugendamtes und die Weiterentwicklung des Kinderschutzes des Landkreis Friesland besser aufeinander abgestimmt und koordiniert werden.


Im Sinne eines lernenden und sich stetig verändernden Systems sollen dabei Bereiche voneinander profitieren und sich parallel weiterentwickeln.


Folgende Arbeitsschwerpunkte ergaben sich während des Berichtszeitraums:



  • Bildung eines Fachkräftepools

  • Erstellung von Informationsmaterial

  • Erstellung einer Internetseite

  • Schließen einer Kooperationsvereinbarung mit der Ärztekammer

  • Erstellung von Handlungsleitfäden für Geheimnisträger und Kindertagesstätten

  • Erarbeitung eines Meldebogens in Kooperation mit den Freien Trägern der Jugendhilfe

  • Informationsweitergabe an Schulen, Ärzte und Hebammen

  • Durchführung von Informations- und Fortbildungsveranstaltungen

  • Durchführung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung des Kinderschutzes



Frau Gudehus berichtet den Anwesenden von der Arbeit der Koordinierungsstelle Kinderschutz im Zeitraum 01.07.2013 bis 31.05.2014. Auf die Anlagen zur Vorlage 0478/2014 weist sie bezüglich der durchgeführten und noch geplanten Aktivitäten besonders hin.


Der im letzten Jahr gebildete Fachkräftepool trifft regelmäßig zusammen, um Schnittstellen zu definieren und Materialien zu erarbeiten. U.a. ist ein gemeinsamer Meldebogen erarbeitet und abgestimmt worden, der inzwischen auch von / in der Stadt Wilhelmshaven genutzt wird. Der Landkreis Wittmund überlegt derzeit, diesen Meldebogen ebenfalls im Kreisgebiet einzuführen.


Auf Nachfrage von Herrn Wilken teilt Frau Gudehus mit, dass sich bislang 23 Personen an dem Fachkräftepool beteiligen. Eine Person beendet in Kürze die notwendige Qualifizierung und wird anschließend den Fachkräftepool verstärken; eine Beteiligung an der Arbeit des Fachkräftepools erfolgt bereits zum jetzigen Zeitpunkt.


Der Fachkräftepool besteht aus PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen, ErgotherapeutInnen, Kinderkrankenschwestern/-pflegern und Personen mit Doppelqualifikation.


Ärzte sind nicht im Fachkräftepool vertreten, da die Qualifizierung zur insoweit erfahrenen Fachkraft vorausgesetzt werden muss. Es ist jedoch eine Kooperationsvereinbarung mit der Ärztekammer geschlossen worden, über die eine enge Zusammenarbeit gewährleistet wird. Ein Verbund von Zahnärzten ist darüber hinaus direkt auf Frau Gudehus zugegangen und hat um Zusammenarbeit gebeten.


Auch mit den Tageseinrichtungen für Kinder sowie den Schulen findet eine Zusammenarbeit in Form von Einzelberatungen, Fachtagen und der Teilnahme an Konferenzen / Dienstbesprechungen statt.


Die Beratung von ehrenamtlich Tätigen, z.B. Gruppen- und ÜbungsleiterInnen, ist keine Pflichtaufgabe, sondern wird vom Landkreis Friesland als freiwillige Leistung angeboten. In diesem Zusammenhang sind für das zweite Halbjahr 2014 u.a. Gespräche mit den Kirchen und dem Kreisjugendring geplant.